Kugelstoß-Weltmeister David Storl, Silbermedaillengewinnerin Christina Schwanitz und Diskus-Pechvogel Martin Wierig haben beim Werfertag in Bad Köstritz den WM-Schwung mitgenommen und drei deutsche Siege gefeiert.

Für den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte allerdings Vize-Weltmeister Tero Pitkämäki aus Finnland, der seinen Speer mit 89,03 m zu einer Jahresweltbestleistung schleuderte.

Neun Tage nach seinem Goldstoß von Moskau gewann Storl den Wettkampf vor über 1000 Zuschauern mit einem Meetingrekord von 21, 02 m.

Gewohnt nervenstark überflügelte der 23 Jahre alte Chemnitzer im strömenden Regen den WM-Siebten German Lauro (Argentinien/20,91) im letzten Versuch.

Dritter wurde der Tscheche Martin Staseck (19, 55).

"Es ist einfach schön, nach der Last der WM so unbeschwert stoßen zu können", sagte Storl.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde auch Storls Chemnitzer Trainingspartnerin Schwanitz.

Die WM-Zweite hielt die Spannung aufrecht und brauchte ebenfalls den letzten Versuch (20,18), um die WM-Vierte Michelle Carter (USA/19,33) noch abzufangen.

Bereits in Moskau hatte sich Schwanitz im letzten Versuch ihre erste WM-Medaille gesichert.

Den dritten deutschen Sieg in Bad Köstritz sicherte sich Diskuswerfer Wierig (Magdeburg), der in Moskau Bronze um 17 Zentimeter verpasst hatte.

In Abwesenheit des dreimaligen Weltmeisters Robert Harting schleuderte Wierig den Diskus auf 66,49 m und bezwang den Niederländer Erik Cadee (62,36).

Mit dieser Weite hätte es in Moskau zu Bronze gereicht.

Auf der neuen Speerwurfanlage warf Pitkämäki 89,03 m und damit fast zwei Meter weiter als der Tscheche Vitezslav Vesely bei seinem WM-Triumph.

David Golling (Cottbus) kam mit persönlicher Bestleistung von 80,67 m auf Platz zwei.

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