Der frischgebackene Weltmeister im Kugelstoßen, David Storl, hat mit Enttäuschung auf die Doping-Vorwürfe seines Konkurrenten Christian Cantwell reagiert.

"Natürlich ist man sehr traurig, wenn man so etwas liest, schließlich handelt es sich um einen Kugelstoß-Kollegen. Das war einfach ein wenig voreilig und gedankenlos, was er da geschrieben hat", sagte Storl im "Interview der Woche" bei SPORT1.

Cantwell habe sich im Anschluss daran bei ihm entschuldigt: "Damit sollte man es jetzt auch belassen."

Sein Stoß zum Gewinn der Goldmedaille war eine der dramatischsten Szenen der WM in Moskau. Denn erst ein Schnappschuss des Fotografen Kai Oliver Pfaffenbach überzeugte die Kampfrichter von der Gültigkeit des Stoßes.

Storl hatte bislang noch keine Zeit, seinen Erfolg mit Pfaffenbach zu feiern: "Wir sind noch nicht dazu gekommen, auf den Titel anzustoßen, aber wir werden uns irgendwann bestimmt noch einmal treffen und das dann nachholen."

Nach seinem Erfolg in der russischen Hauptstadt hat Storl für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro ehrgeizige Ziele:

"Ich werde in Rio ein gehöriges Wörtchen um die Goldmedaille mitreden. Nachdem ich mich jetzt im dritten Jahr in Folge in der Weltspitze bewege, ist das natürlich auch ein realistisches Ziel."

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