Gleich 17 indische Leichtathleten sind wegen zu hohen Alters von den Jugend-Asienmeisterschaften im chinesischen Nanjing ausgeschlossen worden.

Die Sportler seien älter als die erlaubten 17 Jahre, teilten die Veranstalter mit.

"Das hätte nicht passieren dürfen. Wir versuchen derzeit, die Gründe zu finden", sagte Vijay Kumar Malhotra, der Interims-Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Indiens.

Insgesamt bestand die indische Mannschaft aus 27 Leichtathleten.

Für Indien ist der Fauxpas ein weiterer Rückschlag im Kampf um internationale Anerkennung.

Anfang Dezember 2012 war das Land aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ausgeschlossen worden, weil es an einem wegen Korruption verurteilten Funktionär festgehalten hatte.

In China starten die Sportler als "unabhängige" olympische Athleten unter der IOC-Fahne.

Ausgewählt wurde das Team vom indischen Leichtathletik-Verband (AFI), bestätigt von der staatlichen Sportbehörde SAI.

SAI-Präsident Jiji Thomson gab daher auch der AFI die Schuld.

"Wenn ein Verband uns eine Liste gibt, zweifeln wir diese nicht an. Das liegt komplett in der Verantwortung des Verbandes", sagte Thomson.

Sportminister Jitendra Singh ordnete eine Untersuchung an, die Regierung habe die Vorfälle mit "großer Beunruhigung" registriert.

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