DLV-Präsident Clemens Prokop hat ein Umdenken in der internationalen Leichtathletik gefordert.

"Ich halte Anreize und Belohnung für Rekorde für den falschen Weg. Dieses Rekorddenken in der Leichtathletik ist höchst problematisch. Faszination ist doch der Wettkampf an sich", sagte Prokop während der WM in Moskau der "Welt".

Prokop will eine Diskussion über neue Rekordlisten in der deutschen Leichtathletik anstoßen: "Wir könnten dazu einen Stichtag suchen und die alten Listen unter einer anderen Bezeichnung fortführen."

Sportdirektor Thomas Kurschilgen will die Idee demnächst mit den aktuellen Athleten des Nationalteams diskutieren.

Viele Weltrekorde der Leichtathletik stammen noch aus den nachweislich Anabolika-verseuchten 80er Jahren.

Der Weltverband IAAF lehnt es dennoch ab, diese Fabel-Rekorde zu streichen.

Stattdessen hat er vor der WM im Luschniki-Stadion Prämien von 100.000 Dollar für neue Weltrekorde ausgelobt.

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