Titelverteidiger David Storl (23) hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau mit mehr Mühe als erwartet das Finale (Freitag, 18.10 Uhr) im Kugelstoßen erreicht.

Der Europameister und Olympia-Zweite aus Chemnitz wuchtete die Kugel in der Qualifikation erst im dritten Versuch auf 20,71 m.

Zuvor konnte Storl mit Stößen auf 20,29 und 20,22 m seine Medaillenansprüche nicht untermauern und war sichtlich unzufrieden.

"Das war nicht so glorreich. Ich hatte irgendwie Hemmungen voll draufzugehen", sagte Storl, "das war lange nicht das, was ich kann und wollte. Aber im Finale werden die Karten neu gemischt, dann will ich vorne mit dabei sein. Eine Medaille ist realistisch."

Der Weltjahresbeste Ryan Whiting aus den USA zeigte am Morgen die stärkste Vorstellung und erreichte gleich im ersten Versuch 21, 51 m.

Der Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen kam auf 20,76 m, Ex-Weltmeister Reese Hoffa aus den USA zog mit 20,42 m ins Finale ein.

Tschechiens Ladislav Prasil, die Nummer eins in Europa in diesem Jahr, erreichte 20,90 m.

Storl, jüngster Weltmeister der Geschichte, will in Moskau seinen Titel unbedingt verteidigen - steht aber vor einer schwierigen Aufgabe und hat harte Konkurrenz.

Das Gold-Double ist für den Sachsen alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Mit seiner Saisonbestleistung von 21,04 Metern rangiert er ganze 1,24 m hinter Whiting.

Der Amerikaner ist die klare Nummer eins der Welt in diesem Jahr und der Top-Favorit.

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