Deutschlands Top-Sprinterin Verena Sailer ist im 100-m-Halbfinale der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau ausgeschieden.

Die frühere Europameisterin aus Mannheim, die beim Vorbereitungs-Meeting in Weinheim ihre Bestzeit auf 11,02 Sekunden verbessert hatte und im Vorlauf 11,11 gelaufen war, scheiterte in 11,16.

Sie war in ihrem Lauf Dritte und verpasste das Finale am Abend (19.50 Uhr) um 15 Hundertstel. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Tatjana Pinto (Münster/11,54).

"Das war kein schlechtes Rennen, bis 60 Meter lag ich sogar ziemlich weit vorne", sagte Sailer, "doch am Ende bin ich fest geworden. Das ist schon schade, weil es mit dem Finale hätte klappen können. Trotzdem bin ich stolz auf meine Leistung." Mit Platz 10 erreichte die 27-Jährige ihre bislang beste WM-Platzierung.

Um die Medaillen sprinten unter anderem die jamaikanische Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,87), Titelverteidigerin Carmelita Jeter aus den USA (10,95) und die Silbermedaillengewinnerin des Weitsprungs, Blessing Okagbare aus Nigeria (11,08).

Wie ihre männlichen Kollegen haben auch die Sprinterinnen prominente Dopingfälle zu verkraften. Die dreifache Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown (Jamaika) war überführt worden.

Auch Kelly-Ann Baptiste, WM-Dritte von 2011 über 100 m, und Semoy Hackett wurden positiv getestet. Das gab der nationale Verband aus Trinidad und Tobago NAAA am Montag bekannt, machte aber keine Aussage zur gefundenen Substanz.

Baptiste und Hackett waren kurz vor WM-Beginn aus Moskau abgereist.

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