Siebenkämpferin Julia Mächtig hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau kaum noch eine Medaillenchance.

Die 27 Jahre alte Neubrandenburgerin blieb am ersten Tag des Mehrkampfes deutlich unter ihren Möglichkeiten und hat im Vergleich zu ihrem Qualifikations-Wettkampf in Ratingen 157 Punkte weniger gesammelt.

Nach den ersten vier Disziplinen liegt sie mit 3531 Zählern nur auf Rang 22.

Als Führende in den zweiten Wettkampftag geht die Ukrainerin Ganna Melnischenko (3912) vor Dafne Schippers aus den Niederlanden (3837) un der US-Amerikanerin Sharon Day (3836).

Mächtig konnte weder über die 100 m Hürden (14,38 Sekunden), im Hochsprung (1,71 m), mit der Kugel (15,48 m) oder über die 200 m (25,45 Sekunden) ihr Potenzial abrufen.

Nach ihrer Steigerung im Juni auf 6430 Punkte war die Mecklenburgerin angesichts des Ausfalls vieler Medaillenkandidatinnen als Nummer zwei der Welt nach Moskau gereist.

Die Frankfurterin Claudia Rath erwischte einen guten Start und könnte ihre Bestleistung von Ratingen (6317) noch einmal steigern.

Nach den 200 m hat sie im Vergleich bereits 80 Zähler mehr gesammelt und liegt mit 3733 Punkten auf Rang acht.

In Abwesenheit zahlreicher Top-Athletinnen hatte sich Mächtig Chancen auf Edelmetall im Luschniki-Stadion ausgerechnet. Alle drei Medaillengewinnerinnen der Olympischen Spiele von London - Jessica Ennis-Hill (Großbritannien), Lilli Schwarzkopf (LG Rhein-Wied) und Tatjana Tschernowa (Russland) - hatten verletzt abgesagt.

Auch Jennifer Oeser, WM-Dritte 2011, fehlt in Russlands Hauptstadt nach zwei Fersenoperationen.

"Ich möchte - simpel gesagt - ganz einfach gut sein. Das heißt, ich strebe einen Wettkampf an, in dem ich mein Leistungsvermögen möglichst optimal ausschöpfen kann", hatte Mächtig vor dem Wettkampf gesagt.

Für die WM-Debütantin Kira Biesenbach aus Leverkusen war der Wettkampf derweil früh beendet. Die Zweite der U23-Europameisterschaften trat wegen muskulären Problemen nicht mehr über die 200 m an.

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