Superstar Usain Bolt ist bei der Leichtathletik-WM in Moskau problemlos ins Finale über 100 m eingezogen.

Der Weltrekordler aus Jamaika gewann sein Halbfinale in 9,92 Sekunden und greift im Endlauf am Abend (19.50 Uhr) nach seinem sechsten WM-Gold.

Bolt setzte sich in seinem Lauf gegen Mike Rodgers aus den USA (9,93) durch.

In Abwesenheit der überführten Dopingsünder Tyson Gay (USA), Asafa Powell (Jamaika) und des verletzten Titelverteidigers Yohan Blake (Jamaika) gilt Justin Gatlin (USA) als Bolts Hauptkonkurrent.

Der Olympiasieger von Athen 2004 gewann sein Halbfinale in 9,94 Sekunden vor Nestor Carter (9,97, Jamaika).

Im zweiten Lauf setzten sich die Jamaikaner Nickel Ashmeade (9,90) und Kemar Baily-Cole (9, 93) durch - jeweils mit persönlichen Bestleistungen.

Die beiden Europäer - Exoten im Feld der Jamaikaner und Amerikaner - James Dasaolu (9,97, Großbritannien) und Christophe Lemaitre (10,00, Frankreich) komplettierten als Zeitschnellste das Finale.

Bereits in den Vorläufen am Samstag waren die beiden deutschen Sprinter Julian Reus (Wattenscheid) und Martin Keller (Leipzig) gescheitert.

Beim Vorbereitungs-Meeting in Weinheim hatten beide mit Top-Zeiten überzeugt und den deutschen Rekord von Frank Emmelmann (10,08) in Gefahr gebracht.

Nun blieben sie deutlich unter ihren Bestleistungen. "Ich habe mehr drauf und habe es einfach nicht auf die Bahn gebracht", sagte Reus, "vielleicht war ich etwas zu verhalten".

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