Ein verpasster Flieger hätte die kenianische Marathonläuferin Valentine Jepkorir beinahe um alle Medaillenchancen bei der WM in Moskau gebracht.

Die 20-Jährige hatte am Donnerstag verschlafen und die Abfahrt ihrer Teamkolleginnen vom Hotel zum Flughafen in Nairobi verpasst.

Der Flieger hob ohne sie ab. Einen anderen Flug zu organisieren, erwies sich als schwer, da nach dem Großbrand am Airport der kenianischen Hauptstadt der Flugverkehr noch nicht wieder komplett aufgenommen worden war.

Am Donnerstagabend gab es dann Entwarnung: Kenianischen Medienberichten zufolge reiste Jepkorir mit anderen Athleten von Nairobi über das benachbarte Uganda und Amsterdam nach Moskau, wo sie am Freitag eintraf.

Die Odyssee dürfte allerdings keine geeignete Vorbereitung auf ihren Einsatz sein: Das Rennen der Frauen über die klassische Distanz wird bereits am Samstag ausgetragen.

"Ich bin dankbar, noch einen Flug erwischt zu haben. Über die kurzfristige Anreise mache ich mir keine Sorgen", sagte Jepkorir, die mit einer Bestzeit von 2:24:20 Stunden zumindest zum erweiterten Favoritenkreis gehört.

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