Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat vor den Weltmeisterschaften in Moskau kein konkretes Medaillenziel ausgegeben.

"Das machen wir alleine aus guter Tradition seit 2009 nicht mehr", sagte Sportdirektor Thomas Kurschilgen einen Tag vor dem WM-Start am Samstag im Teamhotel Golden Ring. Außerdem wolle der DLV Werte vermitteln, die über Medaillen und Rekorde hinausgehen.

Für Kurschilgen ist die Saison 2013 ein Übergangsjahr nach den Olympischen Spielen in London.

"Natürlich ist die Konstellation für alle Nationen ähnlich, aber wir vom DLV haben immer gesagt, dass unser Trainerteam Leistungen von Menschen entwickelt, die die nicht vergleichbar sind mit Produkten, die am Fließband entstehen", sagte Kurschilgen: "Dennoch sind wir in der Lage, unter den besten Nationen zu bestehen."

Bei den vergangenen Großereignissen der Leichtathletik hatten die DLV-Athleten überzeugt.

Nach dem Debakel bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, als der DLV nur eine Bronzemedaille mit nach Hause genommen hatte, landete das Team bei der Heim-WM 2009 in Berlin, bei der WM 2011 in Daegu und bei den Olympischen Spielen 2012 in London jeweils unter den Top5 des Medaillenspiegels.

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