Viola von Cramon, Sportpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, fordert vor den am Samstag in Moskau beginnenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften gerade von der deutschen Delegation ein klares Zeichen gegen die schwulen- und lesbenfeindliche Politik der russischen Regierung.

"Dem umstrittenen Homosexuellen-Propaganda-Gesetz, das der Diskriminierung Homosexueller Russlands staatlichen Segen gibt, müssen wir geschlossen entgegentreten", sagte von Cramon.

Von Cramon erwartet "von den zuständigen Vertretern des Deutschen Leichtathletik-Verbands und dem deutschen IOC-Vizepräsidenten Dr. Thomas Bach, dass sie sich im Vorfeld der Weltmeisterschaften mit den russischen Verbandsvertretern für den Schutz homosexueller Sportlerinnen und Sportler einsetzen".

Russland hatte zuletzt ein von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz verabschiedet, das die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe stellt.

Ausländer, die gegen den Passus verstoßen, können unter Umständen für 15 Tage unter Arrest gestellt oder des Landes verwiesen werden. Auch öffentliche Liebesbekundungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern können verfolgt werden.

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