Die zweimalige Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth hatte in der Zeit ihrer Karriere anscheinend keinen Einblick in Doping-Praktiken.

"Ich habe nie sowas genommen, mir hat auch niemand solche Mittel angeboten", sagte die frühere Weltrekordlerin nach Veröffentlichung der Studie zum Thema Doping in der Bundesrepublik Deutschland auf Anfrage des "SID".

Meyfarth, die 1972 in München und 1984 in Los Angeles Olympia-Gold gewann, meinte allerdings:

"Natürlich wurde auch damals schon getuschelt, es gab Geschichten, dass Professor Klümper Athleten unerlaubte Mittel verabreichen würde. Aber wie gesagt: Mich hat das alles nicht tangiert", sagt die 57-Jährige.

Armin Klümper, Leiter der sporttraumatologischen Spezialambulanz der Mooswaldklinik in Freiburg und Arzt vieler Leistungssportler, wurde nach Details über seine Behandlungen nicht mehr für deutsche Olympiamannschaften berücksichtigt.

1987 hatte es nach dem Tod von Siebenkämpferin Birgit Dressel, die seine Patientin war, Ermittlungen gegen Klümper gegeben.

1997 stürzte Klümper dann über den Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann, die behauptete, der Mediziner habe ihr ohne ihr Wissen Wachstumshormone gegeben. Nach den Dopingkritiken wanderte Klümper aus nach Südafrika.

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