Die Nichtnominierung von Hürdensprinter Matthias Bühler für die WM in Moskau sorgt weiter für Irritationen.

Der Deutsche Meister im 110-Meter-Hürdenlauf hatte eine einstweilige Anordnung beim Verband eingereicht, das Verfahren läuft.

Erik Balnuweit, Sprinter in derselben Disziplin, wurde hingegen berücksichtigt. Beide Athleten hatten die geforderte WM-Norm nicht erreicht.

DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen äußerte sich nun dazu im Interview mit SPORT1.fm .

Auf die Frage, wie diese Entscheidung zu erklären sei, antwortete Kurschilgen: "Der Vize-Präsident Leistungssport und der Sportdirektor des DLV (Deutscher Leichtathletik Verband, Anm. d. Red.) kann im Einzelfall nach freiem Ermessen entscheiden. Das haben wir innerhalb des BALs (Bundesausschuss Leistungssport Anm. d. Red.) nach ausführlicher Beratung und Diskussion getan, und mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt auf der Grundlage des laufenden Verfahrens zu den angewendeten Kriterien nicht sagen."

Normalerweise hat der Deutsche Meister in seiner jeweiligen Disziplin bei der Nominierung Vorrang, allerdings lediglich, wenn sich zu viele Athleten mit der geforderten Norm für die internationalen Wettbewerbe empfehlen.

Dies sei aber hier nicht der Fall, so Kurschilgen. Daher sei die Entscheidung für Balnuweit eine schwierige aber richtige und nachvollziehbare gewesen.

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