Zum Karriereende gibt es nachträglich zweimal Silber für Ralf Bartels:

Der Neubrandenburger Kugelstoßer rückt nach der nun offiziell gewordenen lebenslangen Sperre des früheren weißrussischen Kugelstoß-Weltmeisters Andrej Michnewitsch bei der Leichtathletik-EM 2010 und der Hallen-WM 2010 jeweils auf Rang zwei vor.

Der heute 37-Jährige war 2001 schon einmal gesperrt worden und verlor nun inklusive EM-Gold 2010 sechs Medaillen, wahrscheinlich auch Olympia-Bronze von 2008.

Die endgültige Sperre als Folge der Nachtests von Proben der WM 2005 in Helsinki gab der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Donnerstag auf seiner Website bekannt. Michnewitsch wurde rückwirkend zum 26. Dezember 2012 lebenslang gesperrt, seine Resultate ab der WM 2005 (Platz sechs) wurden aus den Ergebnislisten gestrichen.

Michnewitsch verliert sein WM-Bronze von 2007 an den Niederländer Rutger Smith und das von 2011 an den Amerikaner Christian Cantwell. In den Resultaten von 2007 rückt Bartels auf Rang sechs vor.

Bei der Hallen-WM verliert Michnewitsch zweimal Silber: 2006 an den Dänen Joachim Olson, auf den Bronzerang rückt Pawel Sofin (Russland). 2010 erhält Bartels Silber, der Kanader Dylan Armstrong Bronze. Auf Platz sechs rückt der aktuelle Weltmeister David Storl (Chemnitz).

Bei der EM 2006 muss Michnewitsch Rang zwei hinter Bartels räumen, diesen Platz nimmt nun Joachim Olsen ein, Bronze erhält Rutger Smith. Sein Gold verliert Michnewitsch bei der EM 2010 an Polens zweimaligen Olympiasieger Tomasz Majewski, Bartels rückt auf Rang zwei vor, der Lette Maris Urtains auf den Bronzerang, und David Storl wird dahinter Vierter.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Michnewitsch Olympia-Bronze von 2008 noch nicht aberkannt. Hier würde ebenfalls Dylan Armstrong nachrücken.

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