Unter massiven Sicherungsvorkehrungen hat der Äthiopier Abraham Kabta Katla in der Streckenrekordzeit von 2:16:29 Stunden die dritte Ausgabe des Jerusalem-Marathons gewonnen.

Bei den Frauen setzte sich unter dem Schutz von rund 1000 Polizisten Katlas Landsfrau Mihiret Anamo Anotonios in 2:47:26 Stunden durch.

Die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO hatte im Vorfeld zu einem Boykott des Marathons, der auch durch den weitgehend arabischen und von Israel 1967 eroberten Ostteil der Stadt führte, aufgerufen.

Laut PLO handelte es sich bei dem Rennen lediglich um eine Maßnahme Israels, "um Kontrolle über die besetzte Stadt auszuüben". Dagegen bezeichnete ein Sprecher der Stadtverwaltung, dass der Marathon ein Symbol der israelischen und palästinensischen Koexistenz sei.

Trotz der gespannten Lage gab es während des Laufs lediglich einen größeren Zwischenfall. Wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld der Nachrichtenagentur "AFP" mitteilte, wollten sich 50 bis 60 Protestler nahe des Damaskustores in Ostjerusalem Zutritt zur Rennstrecke verschaffen.

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