In der Debatte um eine Studie über deutsche Spitzensportler hat die ehemalige Hochspringerin und WM-Teilnehmerin Meike Kröger offen über ihre Depression gesprochen.

"Richtig ausgebrochen ist es Ende 2011. Ich hatte zuvor eine lange Phase von Verletzungen und eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Krankheit und die Verletzungen führten dazu, dass ich mich stark unter Druck fühlte. Das hat die Depression vermutlich begünstigt", sagte die 2-m-Springerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

Eine in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie der Deutschen Sporthilfe hatte teilweise alarmierende Ergebnisse hervorgebracht. So erklärten 11,4 Prozent der Sportler an Burn-Out zu leiden, zudem seien auch depressive Erkrankungen (9,4) und Esstörungen (9,6) unter Spitzensportlern verbreitet.

"Generell war der Leistungssport bei mir mehr und mehr mit negativen Emotionen verbunden. Ich glaube, das hing auch damit zusammen, dass ich nicht dem Bild entsprach, das man von Leistungssportlern sehen will; dass man zur Bundeswehr geht oder zur Polizei, um sich auf den Sport zu konzentrieren", betonte die 26-Jährige, die 2010 deutsche Vizemeisterin und 2009 bei der Heim-WM in Berlin Elfte geworden war.

Im vergangenen Jahr beendete sie ihre Karriere.

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