Mehr Kontrollen, weniger Gold: Der massive Anstieg an Dopingtests bei kenianischen Leichtathleten seit 2011 könnte dazu geführt haben, dass das ostafrikanische Läuferland bei Olympia 2012 in London nur noch zwei statt der sechs Goldmedaillen vier Jahre zuvor in Peking gewann.

Dies machen Zahlen des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF deutlich, der nach Hinweisen auf Doping in Kenia dessen Läufer stärker ins Visier genommen hat.

Allein 237 von insgesamt 642 IAAF-Kontrollen seit Oktober 2011 entfielen auf Kenias Leichtathleten. 75 ihrer Läufer sind inzwischen im 541 Athleten umfassenden Testpool der IAAF enthalten.

Die IAAF reagierte mit ihrer höheren Kontrolldichte nicht nur auf sich häufende Hinweise auf mutmaßliches Doping in Kenia, sondern auch auf bereits vorliegende Fälle.

Vor Olympia waren die Marathonläufer Ronald Kipchumba, die in Hamburg siegreiche Rael Kiyara und der Boston-Zweite Jemima Jelagat überführt worden, außerdem 10.000-m-Spezialist Mathew Kisorio.

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