Kenia fürchtet als erfolgreichstes Läuferland der Welt den Ausverkauf seiner Leichtathletik-Stars.

Nachdem in den letzten Jahren Dutzende Talente nach lukrativen Angeboten bereits ins Ausland gewechselt sind, lässt nun die kenianische Steuerbehörde durch hohe Nachforderungen eine Reihe weiterer Athleten an eine Auswanderung denken.

Doppel-Weltmeister Abel Kirui erklärte, er habe über fünf Jahre eine Steuernachforderung von 13 Millionen Schilling (rund 118.000 Euro) erhalten. Er und andere Athleten kritisieren, sie würden vom Fiskus dreifach belangt: Erst zahlten sie ihre Abgabe für Starts in anderen Ländern, dann bei Investitionen in Kenia, und nun wollten die Steuerbehörden ein drittes Mal zulangen.

Als Chef des kenianischen Leichtathletik-Verbandes erklärte Isaiah Kiplagat, er wolle alles tun, damit die Steuerbehörde angesichts der Auswanderungs-Drohungen der Stars ihre Pläne zurückstelle.

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