Der für Sonntag geplante New-York-Marathon ist nun doch abgesagt worden.

Nach den verheerenden Folgen durch den Hurrikan Sandy mit mehr als 40 Toten und Hunderttausenden Bewohnern ohne Strom entschieden sich die Stadtpolitiker am Freitag dafür, den Lauf nicht auszutragen. Am Sonntag wollten 45.000 Läufer an den Start gehen.

"Wir wollten verhindern, dass ein Schatten über dem Rennen oder seinen Teilnehmern liegt. Deswegen haben wir entschieden, den Lauf abzusagen", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg am Freitag.

Viele Läufer waren zu diesem Zeitpunkt bereits angereist, nachdem Bloomberg zunächst noch erklärt hatte, der Marathon finde statt.

In New York hatte der Wirbelsturm Wohnviertel überflutet und zum Teil die Stromversorgung lahmgelegt. Auch das U-Bahn-System der Metropole wurde in Mitleidenschaft gezogen. Wie der Informationsdienst "IHS Global Insight" mitteilte, könnte Sandy inklusive Gewinneinbußen an der US-Ostküste einen Gesamtschaden von bis zu 50 Milliarden Dollar verursachen.

Bloomberg hatte deutlich gemacht, dass viele Menschen und Unternehmen vom Marathon profitieren, der nach bisherigen Erfahrungen für rund 300 Millionen Dollar Umsatz sorgt. Gegner argumentierten, New York hätte nun alles andere nötig als einen Marathon.

Das Geld für die Organisation des Events sei besser in den Wiederaufbau zerstörter Anlagen investiert.

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