Die Äthiopierin Aberu Kebede geht beim Berlin-Marathon am Sonntag (9 Uhr) als große Favoritin ins Rennen. "Ich kann unter 2:20 Stunden laufen, wenn Gott mir hilft", sagte die 23-Jährige und nahm auch den Streckenrekord (2:19,12) ins Visier.

"Natürlich wäre das möglich. Aber lassen Sie mich erst einmal laufen", sagte die Afrikanerin am Donnerstag in Berlin.

Finanziell lohnen würde sich der Sieg für Kebede auf jeden Fall. 40.000 Euro erhält die Siegerin, weitere 30.000 Euro kommen dazu, wenn sie am Ende unter 2:21:00 bliebe.

Berlin ist für das zierliche Langstrecken-Ass ein gutes Pflaster. 2010 konnte sie an der Spree bereits triumphieren. Ihre persönliche Bestmarke hatte sie zuletzt beim Dubai-Marathon auf 2:20:33 verbessert.

Eine große Konkurrentin kommt aus dem eigenen Land. Tirfi Tsegaye startet mit der Empfehlung von 2:21:40 als persönliche Bestmarke. "Wenn alles gut läuft und ich Gottes Hilfe habe, werde ich unter 2:21 laufen", kündigte die 27-Jährige an.

Auch der Japanerin Yuri Kano werden gute Chancen auf eine vordere Platzierung eingeräumt. "Im vergangenen Jahr lief es nicht so gut. Aber ich bin wieder hoch motiviert", sagte die 33-Jährige.

Ganz so prominent wie im Vorjahr ist die 39. Ausrichtung des Marathons bei den Frauen nicht besetzt. Weltrekordhalterin Paula Radcliffe aus Großbritannien (2:15:25) und auch die Vorjahreszweite Irina Mikitenko sind nicht am Start.

"Mit den Olympischen Spielen in London hatten wir in diesem Jahr einen großen Konkurrenten im Kampf um die Spitzenläuferinnen", erklärte Renndirektor Mark Milde.

Die deutschen Hoffnungen trägt dieses Mal vor allem Anna Hahner. Die 22-Jährige aus Fulda hatte bei ihrem Debüt-Marathon gleich eine starke Zeit hingelegt (2:30:14). Die Olympia-Norm verpasste die Newcomerinn nur knapp.

"Als dann die Anfrage kam, ob ich statt in London lieber in Berlin laufen wolle, musste ich nicht lange überlegen", erzählte sie.

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