Das Leichtathletik-Zentrum Leipzig (LAZ) wird von massiven Geldsorgen geplagt und muss um die Zukunft des Spitzensports bangen.

"Uns fehlen etwa 100.000 Euro, um das Niveau zu halten. Nach Olympia liefen relevante Sponsorenverträge aus", sagte LAZ-Geschäftsführer Knut Iwan: "Uns geht es nicht gut. Der Ausgang ist völlig offen."

Leipzig stellte bei Olympia neben dem SC Magdeburg mit fünf Athleten die meisten Leichtathleten aller ostdeutschen Vereine. Erfolgreichster Teilnehmer war Speerwerfer Tino Häber, der Platz acht erreichte.

Der Leichtathletik-Spitzenverein braucht neue Geldgeber, um Planungssicherheit für die Zukunft zu haben. Und das möglichst bis Ende Oktober. Dann startet für die Athleten die neue Wechselfrist.

"Wenn wir den Standort Leipzig nicht lukrativ halten, würden uns wohl einige Sportler zwangsläufig verlassen", sagte Iwan. Auch für den Nachwuchs würden sich die Chancen verschlechtern, den Sprung in den Profi-Bereich dauerhaft in Leipzig zu packen.

Noch aber hat der 43-Jährige etwas Hoffnung. Er nimmt dabei die Stadt in die Pflicht: "Leipzig muss sich zum neuen Olympia-Zyklus bekennen. Nur gemeinsam kann es hier auf diesem Niveau weitergehen." Das LAZ habe neue Fördergelder beantragt, die Stadt müsse nun über die Verteilung entscheiden.

"Eins steht doch fest: Leichtathletik kann nicht zum Nulltarif betrieben werden", sagte Iwan. "Es ist völliger Quatsch, an einen Super-Amateur zu glauben, der von Mutti ernährt wird und nebenbei die Goldmedaille holt."

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