Großes Pech für Lilli Schwarzkopf: Die Olympiazweite im Siebenkampf hat sich beim traditionellen Mehrkampf-Meeting in Talence einen Achillessehnenriss am rechten Fuß zugezogen.

Die 29-Jährige von der LG Rhein-Wied erlitt die schwere Verletzung bereits bei der Auftaktdisziplin 100 m Hürden. Der in Nowopokrowka im heutigen Kirgistan geborenen Athletin droht ein halbes Jahr Zwangspause.

Bereits am Samstagabend war Schwarzkopf auf dem Weg zurück nach Deutschland. Im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz soll sie so schnell wie möglich operiert werden.

"Es ist passiert, kurz nachdem sie die erste Hürde überquert hat. Sie wollte so schnell wie möglich behandelt werden, damit es sportlich ebenso schnell wie möglich weiter gehen kann", sagte Jörg Roos vom deutschen Trainerteam in Talence bei "leichtathletik.de".

Schwarzkopf wollte nach ihrem Silber-Coup von London in Frankreich noch einen Siebenkampf bestreiten, um in die Challenge-Wertung des Weltverbandes IAAF zu kommen.

Schwarzkopf hatte bei den Olympischen Spiele ihre Bestleistung um fast 100 Punkte auf 6649 gesteigert und damit nur der überragenden Britin Jessica Ennis (6955) den Vortritt lassen müssen.

Nach dem ersten Tag in Talence führt im Zehnkampf der ukrainische EM-Zweite Alexej Kasjanow mit 4301 Punkten, Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied/4147) ist Fünfter.

Im Siebenkampf der Frauen liegt Austra Skujyte aus Litauen (3756 Punkte) in Führung. Die tschechische Speerwurf-Olympiasiegerin Barbora Spotakova belegt mit 3411 Punkten Rang sieben.

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