Vier Wochen nach seinem Scheitern bei Olympia in London wechselt Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo den Verein.

Der 24-Jährige verlässt Saarbrücken und nach fünfjähriger Zusammenarbeit auch Trainer Boris Henry. Matthias de Zordo schließt sich dem SC Magdeburg an, der ein "Elite-Wurfteam Deutschland" gründen will.

"Ich habe mich all die Jahre im Saarland und beim SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken sehr wohlgefühlt und bin für die gute Zusammenarbeit und langjährige Unterstützung sehr dankbar. Aber ich freue mich jetzt auch auf mein neues privates Umfeld, meinen neuen Verein und auf neue sportliche Impulse", schrieb Matthias de Zordo auf Facebook.

Der 24-Jährige wird künftig bei Ralf Wollbrück trainieren. "Den kenne ich schon länger, er war ja vor Boris Henry Bundestrainer", sagte Matthias de Zordo und bekräftigte:

"Boris und ich sind nicht im Streit auseinandergegangen. Seit einiger Zeit hat sich abgezeichnet, dass er sich weiter nach Süden orientieren will. Diesen Ortswechsel wollte ich nicht mitmachen, darum habe ich mich in die andere Richtung orientiert."

Der 24-Jährige will künftig bei Braunschweig mit seiner Freundin Isabell eine Wohnung teilen, Boris Henry im badischen Offenburg mit der Speerwurf-Olympiazweiten Christina Obergföll zusammenleben.

"Boris wird weiter Bundestrainer bleiben, insofern werden wir weiter zusammenarbeiten", sagt Matthias de Zordo, der jetzt erst einmal sehen will, dass sein Ellbogen in Ordnung kommt.

De Zordo: "Ich werde vorläufig auf das Training der Arme verzichten und vor allem im Ausdauerbereich arbeiten, auch auf dem Fahrrad. Im Dezember will ich dann wieder voll reinklotzen."

In Magdeburg freut man sich auf den Weltmeister. "Unser Ziel ist es, die besten Werfer nach Magdeburg zu holen und hier eine der stärksten Trainingsgruppen der Welt zu etablieren", sagte SCM-Präsident Dirk Roswandowicz bei "www.leichtathletik.de".

Weiterlesen