Krankenhaus statt Stadion: Die Speerwurf-Olympiazweite Christina Obergföll musste Stunden vor dem Start beim Diamond-League-Finale in Brüssel am Freitag kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

"Mich hat ein ganz schlimmer Magen-Darm-Infekt erwischt. Ich war sechs Stunden im Krankenhaus, nachdem der Arzt im Hotel nicht wirklich helfen konnte, habe Infusionen erhalten. Keine Ahnung, wie ich mir das eingehandelt habe", sagte die Offenburgerin.

Nun will sie nur noch ausspannen. "Erst eine Woche Champions Club, dann Thailand", meinte die 31-Jährige, die bei einem erneuten zweiten Platz in Brüssel hinter Tschechiens Olympiasiegerin Barbora Spotakova immerhin 6000 Dollar erhalten hätte.

Somit sind acht Tage nach Zürich nur noch sechs Deutsche beim zweiten Finale der Königsklasse dabei.

Im Speerwerfen starten die Olympiadritte Linda Stahl, die beim letzten Diamond-League-Meeting vor Olympia in London ebenfalls ein Magen-Darm-Virus zum Verzicht gezwungen hatte, sowie ihre Leverkusener Klubkameradin Katharina Molitor.

Im Stabhochsprung sind die wie 2011 auf 40.000 Dollar Prämie für den Sieg in der Saisonwertung (Diamond Race) hoffende Olympiavierte Silke Spiegelburg, die WM-Zweite Martina Strutz und Lisa Ryzih dabei, im Diskuswurf der Magdeburger Martin Wierig, wie Ryzih bei Olympia auf Platz sechs gelandet.

Verzichtet hatte nach nur einem Start in der Diamond League mit ganz vagen Chancen auf den Gesamtsieg in der Disziplinwertung der Berliner Diskus-Olympiasieger Robert Harting.

Er hatte am Sonntag beim Berliner ISTAF den 33. Sieg in Serie seit dem 8. August 2010 gefeiert.

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