Vizeeuropameisterin Nadine Müller hat sich mit einem dritten Platz aus der Olympia-Saison verabschiedet. Die Hallenserin schleuderte den Diskus bei dem zum ISTAF am Sonntag zählenden Wettbewerb in Elstal vor den Toren Berlins auf 64,34 m.

Damit musste sich die 26-Jährige der Olympia-Vierten Yarelis Barrios aus Kuba (66,59) und der London-Zweiten Darja Pischtschalnikowa aus Russland (65,47) geschlagen geben.

Nadine Müller hatte ihre persönliche Bestweite in diesem Jahr auf 68,89 m geschraubt, war bei Olympia aber mit Platz fünf hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dennoch zog Müller ein positives Fazit: "Mit der Saison bin ich rundum zufrieden."

Jetzt freut sich die Modellathletin auf die Ruhe: "Ich freue mich, den Koffer zu Hause wieder einmal auspacken zu können und nicht gleich zum nächsten Wettkampf zu tingeln."

Bei dem von der dreimaligen Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch auf dem Gelände des Olympischen Dorfes von 1936 organisierten Meeting war der Diskuswurf die einzige ISTAF-Disziplin.

Zudem gab es einen Teamwettkampf, den das deutsche Challenger-Team mit 11:5 Punkten gewann. Dabei übersprang der Olympiadritte Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) 5,50 m und holt mit vier gültigen Sprüngen vier Punkte für die Mannschaft.

Von der historischen Kulisse war der 22-Jährige beeindruckt: "Es ist schön hier zu springen, besonders wenn man gewinnt." Polens Weltmeister Pawel Wojciechowski meisterte lediglich 5,40 m und holte drei Zähler.

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