76 Tage vor Olympia hofft Diskus-Weltmeister Robert Harting am Samstag in Wiesbaden auf den besten Saisonstart seiner Karriere. "Bisher waren 66,93 m die größte Auftaktweite. Diesmal darf es ruhig etwas mehr sein, auch wenn ich müde aus dem Trainingslager komm", sagte der 27 Jahre alte Berliner.

Im Gegensatz zur WM-Zweiten Nadine Müller (Halle/Saale), die in Wiesbaden gleich auf Chinas Weltmeisterin Li Yangfeng trifft, hat Robert Harting vor allem nationale Konkurrenz.

Doch er traut dem Magdeburger Martin Wierig viel zu: "Wenn er 67 wirft, muss ich halt 68 schaffen", sagt der Berliner 2,01-m-Riese mit angedeutetem Augenzwinkern vor dem 17. Werfermeeting im Helmut-Schön-Sportpark. Eine Woche später startet er dann bei den Halleschen Werfertagen (19. Mai).

Robert Harting erlebte im Jahr seines zweiten WM-Goldes 2011 in Daegu/Südkorea schwierige Zeiten. Erst ein Beinahe-Burnout, der psychologische Hilfe erforderte. Dann die Operation an der entzündeten Patellasehne im linken Knie.

"Ich war danach manchmal am Rande zur Kapitulation. Aber Schmerzmittel hielten mich auf Kurs. Physiotheraphie und Osteotherapie scheinen jetzt zu greifen. Die anderen dürfen bei Olympia ihre Rechnung nicht ohne mich machen", sagt der Schützling von Trainer Werner Goldmann.

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