Der ehemalige Weltklasse-Leichtathlet Harald Schmid hat die schlechte Disziplin der deutschen Läufer für die internationale Misere verantwortlich gemacht.

"Die müssen mehr trainieren, das ist ganz einfach", sagte der dreimalige Europameister über 400 m Hürden: "Es ist immer die Frage: Wie viel wollen die Sportler investieren? Wie viel Zeit ihres Lebens wollen sie einbringen? Die Sportler müssen es wollen."

Im Kampf gegen Doping nimmt der 54-Jährige neben der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die nationalen Verbände in die Pflicht.

Wenn diese "bis zur letzten Konsequenz eine Dopingbekämpfung betreiben würden, dann gäbe es kein Doping", sagte Schmid, der seinerzeit für Spitzensport in Reinkultur gestanden hatte und sich nach seiner Karriere für den Anti-Doping-Kampf engagierte.

Ein Dorn im Auge ist ihm auch die Aufhebung der sogenannten Osaka-Regel durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS, der damit für jene Athleten den Weg nach London und Sotschi 2014 freigemacht hat, die nach den letzten Spielen wegen Dopings länger als sechs Monate gesperrt waren.

"Es gibt immer mehr Regeln, das ist nicht gut für den Sport. Einfache und klare Regeln wären besser. Man könnte sagen, du hast gedopt, also bist du draußen."

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