Beim ersten öffentlichen Auftritt seit der Facebook-Affäre gab sich Ariane Friedrich am Donnerstag in Berlin selbstbewusst und gelassen.

"Es geht mir sehr gut, ich bin sportlich fit und der Fuß hat sich nach dem Achillessehnenriss besser entwickelt als gedacht. Zu dem anderen Geschehen habe ich alles gesagt, nun ist es Sache der Staatsanwaltschaft", erklärte die 28 Jahre alte Weltklasse-Hochspringerin, die über das Internet sexuell belästigt worden war.

Schon auf ihrer Facebook-Seite hatte sich Ariane Friedrich gegen Kritik gewehrt, weil sie Namen und Wohnort des Mannes veröffentlicht hatte. Inzwischen hat sie ihre Facebook-Seite gelöscht.

Bei der Pressekonferenz zum Berliner ISTAF am 2. September meinte Friedrich, die im Winter Tränen vergossen hatte, weil es beim Comeback in der Halle nicht über 1,91 m hinaus gegangen war:

"Den ersten Wettkampf werde ich wohl Ende Mai bestreiten, es ist auch ein bisschen Sache des Wetters. Vor den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid wird es zwei, höchstens drei Wettkämpfe geben."

Auch den ersten Saisonhöhepunkt hat sie im Plan. "Ich möchte bei der EM starten, aber es ist schade, dass sie diesmal nur Durchgangsstation auf dem Weg zu Olympia ist."

Ihr großes Ziel seien natürlich die Sommerspiele in London:

"Die Norm von 1,95 m ist nicht ohne. Aber das Vertrauen in den Fuß ist wieder da, jetzt brauche ich nur technische Stabilität und mentale Stärke durch Wettkämpfe. Wenn ich bei Olympia das Finale erreiche, will ich natürlich auch eine Medaille."

ISTAF-Chef Gerhard Janetzky erklärte bei der Pressekonferenz, das Meeting am 2. September gebe es nur, weil in der Berliner Spielbank ein neuer Hauptsponsor gefunden worden sei.

Laut ISTAF-Geschäftführer Martin Seeber hätte man ansonsten die etwa 1,7 Millionen Euro teure Traditionsveranstaltung nach dem Verzicht des bisherigen Hauptsponsors Vattenfall absagen müssen.

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