Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und Langstreckenläufer Arne Gabius bei den Weltmeisterschaften in Moskau ist laut DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska beigelegt.

"Wir hatten ein langes Gespräch mit Arne gehabt und haben dabei auch Ideen entwickelt, wie wir ihn in Zukunft unterstützen können", erklärte Gonschinska am Samstag. "Das Thema ist intern beendet."

Vize-Europameister Gabius aus Tübingen hatte sich auf seiner Homepage über die Kritik des Bundestrainers Wolfgang Heinig und den DLV beklagt.

Er habe "weder Anerkennung noch Unterstützung" erfahren. "Bei einer Mannschaft mit 66 Athleten wäre es komisch, wenn sich nicht der eine oder andere auch mal kritisch in der Öffentlichkeit äußer würde", sagte Gonschinska.

"Wir wünschen uns mündige Athleten, die auch kritisch sind. Ich bin auch froh, dass wir zu einem gemeinsam moderierten Ergebnis gekommen sind."

Gabius war im Vorlauf in Moskau über 5000 Meter gescheitert, nachdem er nach einem Sturz eines kenianischen Konkurrenten außer Tritt gekommen war.

Heinig hatte danach bemängelt, Gabius' Ausscheiden sei "Kopfsache" gewesen: "Er hat sich unklug verhalten, indem er sich auf der Innenbahn einkesseln ließ."

Der Lauf-Bundestrainer hatte auch Sabrina Mockenhaupt mangelnden Biss vorgeworfen. Die 36-fache deutsche Meisterin war im 10.000-Meter-Rennen nach 8000 Metern ausgestiegen.

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