Russlands Stabhochsprung-Weltmeisterin Issinbajewa hat nach ihren umstrittenen Äußerungen zum russischen Anti-Homosexuellen-Gesetz einen Rückzieher gemacht.

"Englisch ist nicht meine Muttersprache und ich denke, ich bin da gestern vielleicht missverstanden worden mit dem, was ich gesagt habe", meinte die Weltrekordlerin am Freitag in einer vom Leichtathletik-Weltverband IAAF verbreiteten Stellungnahme.

Sie habe sagen wollen, "dass die Menschen Gesetze in anderen Ländern respektieren sollten, vor allem wenn sie Gäste sind". Sie wiederum respektiere die Ansichten anderer Athleten. "Mit größtem Nachdruck" sprach sie sich nun gegen Diskriminierung von Homosexuellen aus.

Die Kontroverse um das Gesetz gegen "Homosexuellen-Propaganda" war zuvor hitziger geworden, nachdem die schwedische Hochspringerin Emma Green Tregaro in der Qualifikation auf ungewöhnliche Art gegen das Gesetz protestiert hatte.

Sie hatte sich die Farben des Regenbogens auf ihre Fingernägel lackiert. Der Regenbogen ist ein Symbol der Schwulen- und Lesben-Bewegung.

Daraufhin hatte Issinbajewa diese Aktion als "nicht respektvoll gegenüber unseren Menschen und Sportlern" verurteilt und betont: "Ich unterstütze unsere Regierung. Wir hatten diese Probleme in der Geschichte nicht und wir wollen sie in der Zukunft nicht haben. Bei uns leben Männer mit Frauen, Frauen mit Männern."

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