In Abwesenheit der verletzten Siebenkampf-Stars um Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill und Titelverteidigerin Tatjana Tschernowa sucht Julia Mächtig bei der Leichtathletik-WM in Moskau ab Montag ihre Medaillen-Chance.

"Ich möchte - simpel gesagt - ganz einfach gut sein. Das heisst, ich strebe einen Wettkampf an, in dem ich mein Leistungsvermögen möglichst optimal ausschöpfen kann", sagt die 27-Jahre alte Neubrandenburgerin.

Das Wort Medaille will die Sportsoldatin nicht in den Mund nehmen, aber es war wohl noch nie so leicht bei einer WM Edelmetall zu holen.

Neben der Britin Ennis-Hill und Russlands Mehrkampf-Sternchen Tschernowa fehlt nämlich auch die Olympiazweite Lilli Schwarzkopf (LG Rhein-Wied) nach ihrem Achillessehnenriss - und damit alle drei Medaillengewinnerinnen von London.

Nutznießerin könnte Mächtig werden, wenn sie ihre 6430 Punkte aus Ratingen bestätigen oder sogar noch steigern kann. Nach der bereinigten Meldeliste geht sie als Nummer zwei ins Rennen. Die WM-Dritte Jennifer Oeser fehlt in Russlands Hauptstadt nach zwei Fersenoperationen.

Trotzdem stapelt Mächtig noch ein bisschen tief. "Bei der WM in Daegu 2011 und vor allem bei Olympia 2012 in London lief es ja alles andere als optimal, dort konnte ich mein wahres Leistungsvermögen nicht abrufen. Das soll sich nun in Moskau ändern", formuliert sie vorsichtig ihre Ziele.

Zu frisch sind ihre Erinnerungen an Daegue und London, als sie nach durchwachsenen Wettkämpfen nur 17. und 31. wurde.

Nachdem das Feld in diesem Jahr sehr ausgedünnt ist, wollen auch Claudia Rath (LG Frankfurt/6317) und Kira Biesenbach (Leverkusen/6185) ihre Chance auf eine vordere Platzierung nutzen.

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