Die Kritik am geringen Zuschauerinteresse bei der Leichtathletik-WM in Moskau wächst.

110-m-Hürden-Olympiasieger Aries Merritt aus den USA beklagte sich über die fehlende Stimmung im Luschniki-Stadion.

"Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, vor einem fast leeren Stadion zu rennen", sagte der 28 Jahre alte Goldmedaillengewinner von 2012: "In London war es für mich wichtig, die Energie des Publikums zu spüren."

Auch Idriss Gonschinska, Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), sagte: "In London hatten wir eine unglaubliche Atmosphäre. Ich hoffe, dass hier noch mehr kommt. Aber der Londoner Maßstab ist extrem hoch, das wird Moskau nicht schaffen."

Merritt hofft, dass sich das Olympia-Stadion von 1980 mit seinen 75.000 Plätzen beim Finale über 110 m Hürden füllt. "Ich denke, es ist einfach noch zu früh, darum verzeihe ich dem Publikum."

Die WM-Organisatoren hatten verkündet, 80 Prozent der Tickets verkauft zu haben, nach "SID"-Informationen soll jedoch die Hälfte aller Karten an Sponsoren gegangen sein.

Sowohl am Samstag- als auch am Sonntagvormittag waren nur wenige Tausend Zuschauer zu den Wettbewerben gekommen.

Hier gibt's alles zur Leichtathletik

Weiterlesen