Deutschlands Top-Sprinterin Verena Sailer steht bei der Leichtathletik-WM in Moskau im Halbfinale über 100 m.

Die frühere Europameisterin aus Mannheim gewann ihren Vorlauf in starken 11,11 Sekunden und hat am Montag (17.35 Uhr) die Chance, erstmals in ihrer Karriere ins Finale einer Weltmeisterschaft einzuziehen.

Sailer hatte beim Vorbereitungs-Meeting in Weinheim ihre persönliche Bestzeit auf 11,02 Sekunden gesteigert. Damit ist sie die schnellste Deutsche seit Ex-Weltmeisterin Katrin Krabbe (1991).

"Ich bin glücklich, die nächste Runde erreicht zu haben", sagte Sailer: "Ich bin auch zufrieden mit meiner Zeit, das wichtigste war jedoch, die Platzierung. Den Lauf zu gewinnen ist ganz nett, aber jetzt werde ich mich voll und ganz auf das Halbfinale konzentrieren."

Ebenfalls eine Runde weiter ist Tatjana Pinto aus Münster. Die 21-Jährige, Dritte der U23-EM, qualifizierte sich als Vorlauf-Vierte in 11,38 Sekunden als eine der sechs Zeitschnellsten.

Problemlos erreichten die Favoritinnen die Vorschlussrunde. Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) trabte in 11,15 Sekunden ebenso locker wie am Tag zuvor Landsmann Usain Bolt zum Vorlaufsieg.

Titelverteidigerin Carmelita Jeter (USA) kam in 11,24 ins Ziel. Die Bestzeit des Tages lief ihre Landsfrau English Gardner in 10,94.

Wie ihre männlichen Kollegen hatten auch die Sprinterinnen im Vorfeld der Weltmeisterschaften einen prominenten Dopingfall zu verkraften. Die dreifache Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown (Jamaika) war positiv getestet worden und gar nicht erst nach Moskau gereist.

Nach Medienberichten wurde zudem Kelly-Ann Baptiste (Trinidad und Tobago) positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Die Sprinterin reiste aus Moskau ab.

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