Erik Balnuweit (24) hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau das Halbfinale über 110 m Hürden (Montag, 17.05 Uhr) klar verpasst.

Der Leipziger blieb in seinem Vorlauf in 13,68 Sekunden deutlich hinter seiner Saisonbestleistung (13,44) zurück und schied wie bei Olympia in London und der WM-2011 bereits in der ersten Runde aus.

Dagegen sind Weltrekordler und Olympiasieger Aries Merritt, Titelverteidiger Jason Richardson und der Weltjahresbeste David Oliver (alle USA) locker in die nächste Runde eingezogen. Ex-Weltrekordler Dayron Robles (Kuba) und Chinas Peking-Olympiasieger Liu Xiang waren nicht am Start.

Um die WM-Nominierung Balnuweits hatte es vor Moskau einigen Wirbel gegeben. Der deutsche Meister Matthias Bühler hatte vergeblich versucht, seinen Start einzuklagen. Beide Sprinter hatten die A-Norm nicht erfüllt, Balnuweit im Vergleich zu Bühler aber die bessere Saisonbestzeit.

Thomas Kurschilgen, Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), verteidigte die Entscheidung für Balnuweit:

"Die teilweise geäußerten Behauptungen, die Entscheidung sei nicht nach leistungssportlichen Gesichtspunkten oder gar willkürlich getroffen worden, war schlichtweg falsch."

Balnuweit meinte, das Hickhack habe zu seiner enttäuschenden Vorstellung beigetragen.

"Klar spielt die Diskussion um die Nominierung im Hinterkopf immer eine Rolle, wenn da öffentlich Dinge in den Raum geworfen werden und einen jeder darauf anspricht", sagte er, "im Nachhinein hat Matthias sich per E-Mail bei mir gemeldet und mir viel Glück für die WM gewünscht. Aber ich hätte mich gefreut, wenn er schon vorher auf mich zugekommen wäre."

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