Zehnkämpfer Michael Schrader (26) hat Silber so gut wie sicher, Europameister Pascal Behrenbruch (28) nach einer enttäuschenden Vorstellung im Stabhochsprung dagegen keine Chance mehr auf eine Medaille bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau.

Der Frankfurter Behrenbruch kam in der achten Disziplin nicht über 4,70 m hinaus und blieb damit deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Nach ordentlichen 67,07 m mit dem Speer hat der Weltjahresbeste als zwischenzeitlicher Neunter zu viel Rückstand auf die Medaillenplätze.

Schrader bestätigte seine ganz starke Verfassung vom Samstag und legte am zweiten Wettkampftag im Diskuswerfen (46,44), im Stabhochsprung (5,00 m) und mit dem Speer (65,67 m) persönliche Bestleistungen hin.

Damit liegt er vor dem abschließenden 1500 m im Zwischenklassement mit 7895 Punkten auf Rang zwei hinter Ashton Eaton (8063 Punkte).

Der Olympiasieger und Weltrekordler aus den USA befindet sich auf Gold-Kurs und ist kaum zu schlagen.

Zuletzt hatte Frank Busemann vor 16 Jahren mit Bronze eine WM-Medaille für die deutschen Mehrkämpfer gewonnen, Siegfried Wentz holte 1987 Silber.

Rico Freimuth (Halle/Saale) fiel nach dem Speerwurf (56,21 m) von Rang drei auf Platz vier zurück und kann sich wegen seiner Schwäche in der letzten Disziplin kaum noch Hoffnungen auf Bronze machen.

Um den dritten Platz werden sich wohl Damian Warner aus Kanada, der Franzose Kevin Mayer und Carlos Chinin aus Brasilien streiten.

Der Olympia-Zehnte Behrenbruch hatte bereits zu Beginn des zweiten Wettkampftages über 110 m Hürden und mit dem Diskus sein Potential nicht abgerufen.

Seinen vollmundigen Ankündigungenen, am zweiten Tag das Feld von hinten aufrollen zu wollen, ließ er keine Taten folgen.

Titelverteidiger Trey Hardee aus den USA blieb am Samstag im Hochsprung ohne gültigen Versuch und ist bereits ausgeschieden.

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