Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch (Frankfurt) peilt nach einem bisher starken Auftritt bei der Leichtathletik-WM in Moskau Silber an.

Der 28-Jährige stellte mit 10,95 Sekunden über 100 m und nach zunächst zwei ungültigen Versuchen im Weitsprung (7,19 m) zwei neue Jahresbestleistungen auf.

Mäßigen 15,86 m im Kugelstoßen ließ er im Hochsprung 1,99 m folgen - diese Höhe schaffte Behrenbruch noch nicht einmal bei seinem EM-Triumph 2012 in Helsinki. Olympiasieger Ashton Eaton aus den USA liegt trotz für ihn ganz schwachen 1,93 m weiter auf Gold-Kurs.

Wie Behrenbruch haben auch Michael Schrader (Leverkusen) und Rico Freimuth (Halle/Saale) das Treppchen im Visier.

Behrenbruch verbesserte sich auf Platz neun im Zwischenklassement. Der Modell-Athlet steuert weiter ein Endergebnis über 8500 Punkte an, hat damit Bronze fest im Blick und darf von Silber träumen.

"Früher war es für mich hart, weit hinten zu liegen. Aber damit kann ich jetzt umgehen, weil ich weiß, dass ich aufholen kann", sagte er, nachdem er zunächst auf Rang 20 gelegen hatte.

Im Kampf um Edelmetall könnte der Olympia-Zehnte vom Ausfall Trey Hardees profitieren. Der Titelverteidiger aus den USA blieb im Hochsprung - offenbar verletzungsbedingt - ohne gültigen Versuch.

Neben Behrenbruch träumen auch Schrader und Freimuth von einer Medaille. Die beiden WG-Kumpel präsentieren sich bisher sehr ausgeglichen und nervenstark. Nach persönlichen Bestleistungen im Hochsprung (beide 1,99 m) liegen sie momentan auf Rang zwei und sieben.

Wie das deutsche Zehnkampf-Trio um Behrenbruch, der sich besonders auf seinen starken zweiten Tag verlassen kann, machen sich noch fünf weitere Zehnkämpfer Hoffnungen auf Platz zwei und drei.

Vor den Titelkämpfen hatten die Mehrkämpfer betont, dass sie 16 Jahre nach Frank Busemann endlich wieder eine WM-Medaille holen wollen. 1997 in Athen hatte Busemann Bronze gewonnen.

Weiterlesen