Der Verdacht läuft mit: Clemens Prokop fürchtet, dass die anstehende Leichtathletik-WM in Moskau (10. bis 18. August) vom Thema Doping überschattet werden könnte.

"Doping wird eine Rolle spielen", sagte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am Dienstag in München.

Vor allem die Disziplin 100 m Männer habe "momentan ein Problem, das sollte man nicht wegdiskutieren", ergänzte der Jurist mit Blick auf die jüngsten Doping-Fälle Asafa Powell und Tyson Gay.

Deshalb sieht Prokop auch die vor allem auf das Sprintfinale ausgerichtete Marketingstrategie der Titelkämpfe "äußerst skeptisch".

Doping-Fällen in der Leichtathletik kann er indes auch etwas Gutes abgewinnen. "Ich sehe viele Doping-Fälle als positiv. Das spricht für die Glaubwürdigkeit der verbliebenen Athleten", meinte er.

Dass alle 67 deutschen Starter in Moskau sauber sind, wollte Prokop nicht versprechen: "Seit der Diskussion um Dieter Baumann lege ich für keinen Athleten mehr meine Hand ins Feuer. Aber ich sage auch, dass unsere Athleten ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit genießen sollten."

Weiterlesen