Die deutschen Sprinter Verena Sailer und Martin Keller sowie Weitspringerin Sosthene Moguenara haben bei der WM-Generalprobe in Weinheim mit Topleistungen für Furore gesorgt.

Ex-Europameisterin Sailer siegte bei regulärem Rückenwind über 100 m in neuer persönlicher Bestzeit von 11,02 Sekunden und ist damit schnellste Deutsche seit Katrin Krabbe 1991 (Bestzeit 10,89).

Gut eine Woche vor dem Beginn der Titelkämpfe in Moskau (10. bis 18. August) sprintete Keller in 10,07 Sekunden nur um eine Hundertstel am deutschen Rekord von Frank Emmelmann vorbei, in seinem Sog verbesserte sich Julian Reus auf 10,08.

Dessen Vereinskollegin Moguenara sprang sensationell 7,04 m und damit auf Platz fünf der "ewigen" deutschen Bestenliste. Stark lief auch die deutsche 4x100-m-Staffel in der Besetzung Lukas Jakubczyk, Sven Knipphals, Reus und Keller, die sich in 38,13 Sekunden auf Platz drei der Weltrangliste setzte.

"Ich bin absolut froh über diese Zeit, bleibe aber so entspannt wie vorher. Ziel für Moskau ist das Halbfinale", sagte Sailer, die drei Hundertstel unter der ein Jahr zuvor an gleicher Stelle erzielten Bestzeit blieb und nun achtschnellste Deutsche der Geschichte ist.

Keller, der im Mai in Florida bei zu starkem Rückenwind 9,99 gelaufen war, meinte: "Ich wollte einen raushauen und wusste, dass ich 10,10 drauf habe. 10,05 und damit der Rekord wären mir aber noch lieber gewesen."

Die im Tschad geborene Moguenara steigerte ihre persönliche Bestleistung gleich um 16 Zentimeter und gehört nun plötzlich zum Kreis der Medaillen-Kandidaten für Moskau.

2013 sprang bislang nur Olympiasiegerin Brittney Reese (USA/7,27 m) weiter.

"Ich habe immer gehofft, dass ich irgendwann mal die sieben Meter knacken kann. Dass das dieses Jahr schon klappt, hätte ich nie gedacht", sagte die 23-Jährige.

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