Christina Obergföll gewann bei der Leichtathletik-WM in Moskau die Gold-Medaille © getty

Christina Obergföll wird nach ihrem WM-Triumph nur Dritte im Speerwerfen. Ihre Siegesserie endet ausgerechnet an ihrem Ehrentag.

Stockholm - Vier Tage nach dem WM-Gold riss ausgerechnet am 32. Geburtstag die Siegesserie von Christina Obergföll. ( 762731 DIASHOW: Die Tops und Flops der WM )

Mit 62,36 m musste sich die Olympiazweite aus Offenburg bei der ersten WM-Revanche in Stockholm als Dritte nicht nur Russlands Ex-Weltmeisterin Maria Abakumowa geschlagen geben, die kurzfristig ins Startfeld rückte und nach ihrem WM-Bronze mit 68,59 m Stadionrekord warf.

Mit dem letzten Wurf von 63,75 m schob sich die WM-Vierte Linda Stahl (Leverkusen) noch an Obergföll vorbei, die vier ungültige Würfe hatte.

Den zweiten Saisonsieg in der Königsklasse feierte WM-Pechvogel Silke Spiegelburg mit 4,69 m im Stechen des Stabhochssprungs.

"Nach WM-Gold kann ich das verschmerzen"

"Schade - und das ausgerechnet zum Geburtstag. Aber nach dem WM-Gold kann ich das verschmerzen", meinte Christina Obergföll, die sich kommenden Donnerstag in Zürich beim Diamond-League-Meeting revanchieren will.

Siegt sie dort, hätte die große Blonde in diesem Jahr allein in der Leichtathletik-Königsklasse 100.000 Dollar (81. 200 Euro) verdient.

Den 40.000-Dollar-Scheck für den Gesamtsieg in der Liga hatte sie bereits vor der WM in der Tasche. Und bei jedem Meeting gibt es für den Disziplinsieg noch einmal 10.000 Dollar.

Spiegelburgs WM-Revanche glückt

Silke Spiegelburg hat nun in der Diamond League ihre Hand am 40.000-Dollar-Jackpot.

"Nach dem Sieg von Stockholm kann sie nächste Woche in Zürich alles klarmachen in der Saisonwertung, das wäre ein schöner Trost nach der Fortsetzung ihrer vierten Plätze bei der WM", meinte Manager Marc Osenberg.

Die Leverkusenerin schlug bei der WM-Revanche, bei der nur Russlands Weltmeisterin Jelena Issinbajewa fehlte, Kubas WM-Dritte Yarisley Silva, die 2012 an gleicher Stelle das Stechen gegen Spiegelburg gewonnen hatte und nur 4,59 schaffte.

Siebte wurde mit 4,49 m Liza Ryzih (Ludwigshafen).

Diskus ohne Harting - ohne Glanz

Vize-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat wie erwartet die Revanche gegen Valerie Adams verloren. Neuseelands Olympiasiegerin und Weltmeisterin genügten 20,30 m zum klaren Kugelstoß-Sieg.

Schwanitz (LF Erzgebirge), die mit 20,42 m WM-Silber gewonnen hatte, kam über 19,26 m nicht hinaus.

Ohne Weltmeister Robert Harting hatte der Diskuswurf keinen Glanz. 65,86 m reichten Polens Vize-Weltmeister Piotr Malachowski zum Sieg.

Der bei den Moskauer Titelkämpfen nicht gestartete Olympiazweite Ehsan Hadadi (Iran) konnte sich als Zweiter knapp vor den WM-Vierten Martin Wierig schieben.

Der Magdeburger nahm zumindest Revanche an Peking-Olympiasieger Gerd Kanter (Estland), der ihm in Moskau Bronze entrissen hatte, nun mit 62,93 m Vierter war.

Auch Kiprop und Kemboi unterliegen

Neben Obergföll unterlagen auch Kenias Weltmeister Asbel Kiprop (Sechster über 1500 m) und Ezekiel Kemboi (Aufgabe über 3000 m Hindernis), außerdem Schwedens 1500-m-Champion Abeba Aregawi, die auf der 800-m-Distanz Sechste wurde beim Sieg von Kenias Weltmeisterin Eunice Jepkoech Sum (1:58,84).

Zu den sieben anderen siegreichen Weltmeistern gehörten auch LaShawn Merritt mit 44,69 Sekunden über 400 m, David Oliver (beide USA) in 13,21 über 110 m Hürden, der Russe Alexander Menkow mit 8,18 m im Weitsprung.

Bei den Frauen siegte Äthiopiens 5000-m-Weltmeisterin Meseret Defar in Jahresweltbestzeit von 8:30, 23 auf der nichtolympischen 3000-m-Strecke.

Weiterlesen