Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce ist auch weiterhin die schnellste Frau der Welt © getty

Die schnellste Frau Deutschlands kommt im WM-Halbfinale nicht an ihre Bestzeit heran. Die Favoritinnen rasen ins Finale.

Moskau - Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce bleibt die schnellste Frau der Welt und machte bei der WM einen Tag nach dem Triumph ihres Landsmanns Usain Bolt den jamaikanischen Doppelerfolg über 100 m perfekt.

Die 26-Jährige lief in 10,72 Sekunden Jahresweltbestzeit und gewann in Moskau überlegen Gold. Silber ging überraschend an Murielle Ahoure von der Elfenbeinküste (10,93) vor Titelverteidigerin Carmelita Jeter aus den USA (10,94).

Deutschlands Top-Sprinterin Verena Sailer und Youngster Tatjana Pinto waren im Halbfinale ausgeschieden. (SERVICE: Der Zeitplan der WM)

Sailer trotz Aus stolz

"Das war kein schlechtes Rennen, bis 60 Meter lag ich sogar ziemlich weit vorne", sagte Sailer, "doch am Ende bin ich fest geworden. Das ist schon schade, weil es mit dem Finale hätte klappen können. Trotzdem bin ich stolz auf meine Leistung."

Mit 11,16 Sekunden und Platz 10 erreichte die 27-Jährige, Europameisterin von 2010, ihre bislang beste WM-Platzierung, auch wenn sie ihre kürzlich aufgestellte Bestleistung (11,02) deutlich verpasste.

Dopingfälle dünnen Feld aus

Wie ihre männlichen Kollegen haben auch die Sprinterinnen prominente Dopingfälle zu verkraften.

Die dreifache Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown (Jamaika) war überführt worden. Auch Kelly-Ann Baptiste, WM-Dritte von 2011 über 100 m, und Semoy Hackett wurden positiv getestet.

Das gab der nationale Verband aus Trinidad und Tobago NAAA am Montag bekannt, machte aber keine Aussage zur gefundenen Substanz.

Baptiste und Hackett waren kurz vor WM-Beginn aus Moskau abgereist.

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