Beim Golden-League-Meeting in Rom muss der Ostrau-Verlierer Flagge zeigen, meint Hans-Joachim Wolff. Die Konkurrenz rückt näher.

Die Diamond-League der Leichtathleten 2012 macht an diesem Donnerstag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) zum ersten Mal Station in Europa.

Zwölf amtierende Weltmeister gehen in Rom an den Start. Die Augen im Stadio Olympico werden sich aber vor allem auf den schnellsten Mann der Welt richten: Usain Bolt greift erstmals ins Geschehen der Diamond League Saison ein ? und bekommt es im 100-m-Sprint gleich mit richtig starker Konkurrenz zu tun.

Assafa Powell zum Beispiel, Bolts jamaicanischer Landsmann, holte sich 2011 den Gesamtsieg in der Diamond League-Wertung, Europameister Christophe Lemaitre unterbot 2011 als erster weißer Sprinter die Zehn-Sekunden-Marke (9.92). Dieses Trio lieferte sich schon im vergangenen Jahr in Rom einen tollen Dreikampf, den Bolt hauchdünn für sich entschied.

[image id="938961ba-6448-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Was kann der Superstar aktuell leisten?

Anfang Mai rannte Bolt zu Hause in Kingston 9,82 Sekunden ? Weltjahresbestzeit. Zuletzt im tschechischen Ostrava wurden 10,04 Sekunden gestoppt.

Die für ihn indisktutable Zeit begründete Bolt mit den Folgen des Jetlags. Diese Entschuldigung fällt in Rom weg, jetzt muss der Weltrekordler Flagge zeigen.

Dass er seiner Sache nicht wirklich sicher ist, belegen die Aussagen in der Pressekonferenz: "Jeder kann mal einen schlechten Tag haben und ich hatte so einen in Ostrava. Aber das ist mir egal, es kommen noch viele Rennen, und das Entscheidende in diesem Jahr ist sowieso Olympia. Ich würde mir noch nicht einmal Sorgen machen, wenn ich bis London jedes Rennen verlieren würde", sagte Bolt. Aber die ernste Miene passte dabei nicht zu den selbstbewussten Worten ?

Fest steht, dass die Konkurrenz näher an den Ausnahmeathleten herangerückt ist.

Powell, Weltmeister Blake, Lemaitre und vielleicht auch der US-Amerikaner Justin Gatlin dürfen hoffen, den "Meister"zu stürzen.

Und dass Bolt auch bei einer Top-Entscheidung nicht unfehlbar ist, hat sein Fehlstart-K.o. bei der WM in Daegu bewiesen.

Weiterlesen