Nadine Kleinert gewann 2004 Silber bei Olympia in Athen © getty

Beim Start der Diamond Lague in Doha landen drei deutsche Olympia-Hoffnungen in den Top 3. Im Laufbereich purzeln Bestleistungen.

München - Guter Auftakt der deutschen Leichtathleten und Glanzzeiten der Weltstars: Beim Start der mit acht Millionen Dollar (6,2 Mio. Euro) dotierten Diamond Lague in Doha/Katar landeten drei deutsche Olympia-Hoffnungen auf Medaillenplätzen. (Highlights und LIVE im TV auf SPORT1 und SPORT1+)

Silke Spiegelburg (Leverkusen) wurde mit 4,57 m Zweite im Stabhochsprung. Jeweils Rang drei belegten Speerwerferin Christina Obergföll (Offenburg/64,59), die 2011 ebenfalls 40.000 Dollar für den Gesamtsieg in ihrer Disziplin eingestrichen hatte, und Kugelstoßerin Nadine Kleinert (Magdeburg/19,67), die deutlich machte, dass mit ihr in London doch noch einmal zu rechnen ist.

Läufer in Hochform

Hochkarätige Jahres-Weltbestzeiten zauberten die Läuferstars auf die Bahn. Allen voran 400-m-Olympiasieger LaShawn Merritt (USA) in 44,19 Sekunden und die Kenianer.

Paul Kopsiele Koche (7:56,58) und Richard Mateelong (7:56,81) verfehlten den Weltrekord über 3000 m Hindernis nur um rund drei Sekunden. Der WM-Zweite Silas Kiplagat schlug in starken 3:29,63 den 1500-m-Olympiasieger Asbel Kiprop (3:29,78).

Rudisha weist Kinyor in die Schranken

800-m-Weltrekordler David Rudisha hielt in 1:43,10 Aufsteiger Rob Kinyor (1:43,76) nieder. Über 3000 m liefen Olympiasiegerin Vivian Cheruiyot 8:46,44 und Augustine Choge 7:30,42.

Ebenfalls Saisonbestzeit waren über 800 m die starken 1:56,94 von Pamela Jelimo (alle Kenia).

Unerreicht waren 2012 bisher auch die 54,62 Sekunden von Jamaikas Olympiasiegerin Melaine Walker über 400 m Hürden und die 66,86 m, mit denen im Speerwurf Russlands Weltmeisterin Maria Abakumowa (66,86) Tschechiens Olympiasiegerin Barbora Spotakova (66,17) schlug.

Kondrokoukis fliegt

Als einziger Springer schaffte der Grieche Dimitrios Kondrokoukis eine Saisonbestmarke, als er 2,32 m überflog.

"Super, damit ist die Norm gleich abgehakt", meinte Christina Obergföll, die 2008 in Peking mit Bronze für die einzige deutsche Leichtathletik-Medaille bei Olympia gesorgt hatte. Nur Zehnte wurde die Leverkusener Europameisterin Linda Stahl mit schwachen 56,63 m.

Kleinert packt die Norm

Nadine Kleinert übertraf die Norm ebenfalls klar, setzte an die vierte Position der Weltrangliste. Als Siegerin kam die WM-Zweite Nadeschda Ostaptschuk (Weißrussland) auf 20,53. Sechste wurde Kleinerts Klubkameradin Josephine Terlecki (17,71), Achter über 400 m Thomas Schneider (Dresden) in 47,12 Sekunden.

Gatlin stark

Ein Ausrufezeichen vor Olympia setzte der frühere Dopingsünder Justin Gatlin (USA), der über 100 m in 9,87 Sekunden bei leichtem Rückenwind Ex-Weltrekordler Asafa Powell (9,88) und Lerone Clarke (9,99) schlug und der Jahres-Weltbestzeit von Olympiasieger Usain Bolt (9,82/alle Jamaika) näher rückte.

Dix fast 20,0

Über 200 m lief der Olympiadritte Walter Dix (USA) trotz leichtem Gegenwind 20,02 Sekunden. Die WM-Zweite Veronica Campbell-Brown (Jamaika) gewann die 100 m in guten 10,94.

In Abwesenheit von Weltmeister Robert Harting, der am Samstag in Wiesbaden in die Saison startet, wartete die Diskuskonkurrenz mit beachtlichen Weiten auf. Polens Europameister Piotr Malachowski siegte mit 67,53 m vor dem WM-Dritten Ehsan Hadadi aus dem Iran (66,32), nur Vierter mit 65,57 m wurde Estlands Olympiasieger Gerd Kanter.

Weiterlesen