Die deutschen Slalom-Kanuten haben bei den Europameisterschaften in Wien einen weitgehend enttäuschenden Auftakt erlebt.

Im Canadier-Einer sorgte Titelverteidiger Jan Benzien als Dritter für die erste Medaille am Samstag, alle restlichen Starter des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in den olympischen Einzel-Disziplinen gingen leer aus.

Sideris Tasiadis (Augsburg), Olympiazweiter von 2012, wurde im Canadier-Einer nur Siebter vor Franz Anton.

Gold holte auf dem neuen Wildwasserkurs auf der Donauinsel der Slowake Alexander Slafkovsky.

"Weil das Feld auf dieser Strecke sehr eng beieinander ist, musste ich großes Risiko eingehen, habe schon das dritte Tor mit dem Bauch berührt und mir zwei Strafsekunden eingefangen", sagte Benzien: "Danach habe ich Vollgas gegeben und alles riskiert."

Im Kajak-Einer musste sich Peking-Olympiasieger Alexander Grimm mit dem sechsten Platz begnügen. Sebastian Schubert, EM-Dritter des vergangenen Jahres, wurde Achter, Ex-Weltmeister Fabian Dörfler war bereits im Halbfinale gescheitert.

Der Tscheche Jiri Prskavec verteidigte seinen Titel erfolgreich.

Viel besser lief es für die drei DKV-Athleten im Team-Wettbewerb.

Im Kajak-Einer holten Grimm, Schubert und Dörfler den Titel mit deutlichem Vorsprung vor der britischen Mannschaft. Im Canadier-Einer fingen sich Benzien, Tasiadis und Anton dagegen 50 Strafsekunden für ein falsch befahrenes Tor ein und belegten nur den zehnten und damit letzten Platz.

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