Die deutschen Kanuten haben mit vier Siegen und drei weiteren Podestplätzen einen gelungenen Start in die Weltcup-Saison gefeiert.

Kajak-Weltmeister Max Hoff setzte sich in Mailand über 1000 m in 3:29,376 Minuten vor dem Dänen Rene Holten Poulsen (1,828 Sekunden zurück) durch, Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel siegte über den Kilometer in 3:51,756 Minuten vor dem Brasilianer Isaquias Queiroz Dos Santos (+1,740).

Am Sonntag musste sich Hoff über 500 m beim Sieg des Ungarn Bence Dombvari mit Platz fünf begnügen.

Auf der WM-Strecke von 2015, wo sich die deutschen Kanuten bereits für die EM in Brandenburg (11. bis 13. Juli) und die WM in Moskau (6. bis 10. August) empfehlen wollten, bescherten die neuen K2-Paarungen dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) über die 200-m-Distanz zwei weitere Siege.

Bei den Männern setzten sich Ronald Rauhe/Tom Liebscher bei ihrer internationalen Premiere durch und bezwangen dabei die russischen Olympiasieger Juri Postrigai/Alexander Djatschenko. Erfolgreich waren auch Conny Waßmuth/Tina Dietze.

Waßmuth/Dietze hatten am Samstag über die 500 m bereits Platz drei belegt, Zweite war Zweier-Olympiasiegerin Franziska Weber im Kajak-Einer (500 m) hinter der Neuseeländerin Lisa Carrington geworden. Ein weiterer Podestplatz kam am Sonntag durch Rang zwei im Canadier-Einer über 200 m durch Stefan Kiraj hinzu.

"Das war ein sehr guter Einstand für unser Team", sagte Chefbundestrainer Reiner Kießler, der auch großen Gefallen am Sieg von Rauhe/Liebscher fand:

"Das ist besser gelungen als gedacht. Ich hoffe nur, dass wir das russische Boot damit jetzt nicht geweckt haben. Wir dürfen das Ergebnis aber auch nicht überbewerten, denn schließlich fehlten in Mailand noch einige Nationen mit starken Sprint-Booten. Erfreulich aber ist auf jeden Fall, dass Ronald und Tom gut harmonieren und sich auch gut ergänzen."

Auch DKV-Präsident Thomas Konietzko sprach mit Blick auf die pausierenden Top-Athleten Katrin Wagner-Augustin und Kurt Kuschela sowie die derzeit verletzte Carolin Leonhardt "von einem guten Start in einem schwierigen Jahr, in dem wir drei Leistungsträger ersetzen müssen".

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