Unmittelbar vor Beginn der Heim-WM in Duisburg fordert der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), Thomas Konietzko, umfangreiche Reformen in seiner Sportart.

Nur mit weitgehenden Veränderungen könnten die Paddler ihren Platz im olympischen Programm auf Dauer behaupten, sagte der 49-Jährige.

"Wir müssen dem IOC deutlich machen, dass wir bereit sind, unseren Sport in wichtigen Bereichen zu erneuern. Er muss einfach verständlich, spannend und mehr auf einzelne Athleten fokussiert werden", betonte Konietzko.

Bei der jüngsten Evaluierung des Internationalen Olympischen Komitees drohte der Kanusport aus dem olympischen Programm zu fliegen, konnte sich aber gerade so retten.

Für eine größere Wahrnehmung sei es wichtig, "Gesichter und Helden kreieren, die nachhaltig im Blickpunkt des Publikums bleiben", sagte Konietzko. Seit dem endgültigen Abtritt von Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer Mitte der 2000-er Jahre hat es kein deutscher Kanute mehr zu größerem Renommee gebracht.

Bei den Heim-Weltmeisterschaften ruhen die deutschen Hoffnungen nun vor allem auf den London-Olympiasiegern Sebastian Brendel, Tina Dietze und Franziska Weber.

Der DKV will allein in den olympischen Disziplinen sechs Medaillen holen, davon drei goldene - so viele wie bei den Sommerspielen 2012 in London. Die ersten Rennen beim Saisonhöhepunkt stehen an diesem Donnerstag an.

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