Athen-Olympiasieger Ronald Rauhe ist zwar auch im letzten Anlauf an der Normvorgabe des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) für die Olympischen Spiele (27. Juli bis 12. August) gescheitert, dennoch darf der 30-Jährige für London planen.

Wie schon in der Vorwoche in Posen fuhr der Potsdamer beim Heim-Weltcup in Duisburg im Kajak-Einer über 200 m auf den vierten Rang.

In einem spannenden Rennen musste der WM-Dritte sogar eine teaminterne Niederlage gegen Tom Liebscher einstecken. Der erst 18-Jährige aus Dresden kam beim Sieg des britischen Vize-Weltmeisters Edward Mckeever als Dritter ins Ziel und lieferte die vom DKV geforderte Podestplatzierung.

Weil dem DKV bei den Männern im Kajak-Bereich allerdings nur acht Startplätze zur Verfügung stehen, findet Olympia ohne Liebscher statt.

Dagegen reist Rauhe nach London und tritt dort im Einzel über 200 m und mit Jonas Ems (Essen) im Kajak-Zweier über 200 m an. In Duisburg belegte das Duo den vierten Platz. "Mannschaftsboote gehen vor Einzelboote", sagte Chefbundestrainer Reiner Kießler: "Eigentlich wollte ich, dass Ronny hier nur im Zweier an den Start geht."

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