Olympiasiegerin Nicole Reinhardt hat bei der letzten Bewährungsprobe für einen Platz im Olympia-Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) einen Rückschlag erlitten.

Die 26 Jahre alte Weltmeisterin konnte beim Heim-Weltcup in Duisburg wegen einer Schulterzerrung nicht im Kajak-Einer über 500 m antreten und muss um ihre Teilnahme an den Sommerspielen bangen. Als Nominierungskriterium für die noch nicht für Olympia gesetzten Athleten hatte der DKV einen Podestplatz bei den Rennen auf der Wedau-Bahn vorgegeben.

Dagegen peilt Ex-Weltmeister Max Hoff (Essen) nach dem Halbfinalsieg im Kajak-Einer über 1000 m am Samstag den Sprung nach London an.

"Ich muss mich jetzt langsam herantasten. Zum Ende habe ich ein bisschen herausgenommen", sagte der 29-Jährige, der im Finale unter anderem auf seinen Teamkollegen Torben Fröse trifft und auch im Kajak-Vierer über 1000 m mit den Berlinern Marcus Groß und Norman Bröckl sowie Athen-Olympiasieger Tim Wieskötter (Potsdam) im Finale steht.

Sebastian Brendel (Potsdam), der sich sein Ticket für London durch einen zweiten Platz beim Weltcup in der Vorwoche in Posen gesichert hatte, und sein Teamkollege Ronald Verch stehen über die 1000 Meter im Canadier-Einer im Endlauf.

Die fix für London qualifizierten Martin Hollstein/Andreas Ihle streben im Kajak-Zweier über 1000 m nach dem Weltcup-Triumph in Posen den nächsten Erfolg an. An der Seite der Olympasieger gehen auch die Berliner Robert Gleinert und Kostja Stroinski im Endlauf an den Start.

Die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin schaffte mit dem Kajak-Vierer den Sprung ins Finale. Die 34-jährige Potsdamerin ließ mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) der Konkurrenz im Vorlauf über 500 m keine Chance.

Der Weltcup in Duisburg geht am Sonntag zu Ende. Im Anschluss daran will der DKV seinen Kader für die Olympischen Spiele bekannt geben.

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