Miryam Roper hat bei der Judo-WM in Rio de Janeiro die zweite Medaille für das deutsche Team geholt.

Die 31-Jährige besiegte im kleinen Finale der Klasse bis 57 kg die französische Europameisterin Automne Pavia und feierte nach zwei Grand-Slam-Siegen in diesem Jahr mit Bronze ihren größten Erfolg bei einer großen Meisterschaft.

Gegen die Olympiadritte Pavia hatte sie zuvor in vier Kämpfen vier Mal verloren, zuletzt im Achtelfinale der EM im April.

"Ich bin überwältigt und so froh. Dass es jetzt zu Bronze gereicht hat, ist so geil", freute sich Roper.

Und weiter: "Ich habe mich den ganzen Tag nicht so dolle gefühlt, trotzdem hat es super geklappt."

Roper, 2011 in Paris WM-Fünfte, unterlag in Rio nach Auftaktsiegen gegen die Chinesin Xiangdong Li und Kifayat Gassimowa aus Aserbaidschan der amerikanischen Olympiadritten Marti Malloy.

In der Trostrunde wahrte Roper durch einen schnellen Sieg in nur 79 Sekunden gegen die Israelin Camila Minakawa ihre Bronzechance.

Bei den Welt-Titelkämpfen am Zuckerhut hatte am Dienstag Mareen Kräh (52 kg) ebenfalls Bronze für Deutschland geholt.

Am dritten Tag der Titelkämpfe im Maracanazinho, der Sportarena unmittelbar neben dem legendären Maracana-Stadion, sind derweil die beiden weiteren deutschen Starter Igor Wandtke und Johanna Müller bereits an ihren Auftakthürden gescheitert.

Wandtke verlor in der Klasse bis 73 kg gegen Ex-Europameister Dirk van Tichelt aus Belgien und ist damit ebenso aus dem Turnier ausgeschieden wie die Berlinerin Müller (57 kg), die der Kolumbianerin Yadinis Aamaris unterlag.

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