Andreas Tölzer will die Krönung seiner Karriere, die lange verletzten Kerstin Thiele baut auf ihre Außenseiterchancen.

Ein Jahr nach dem starken Olympia-Auftritt sollen bei der am Montag in Rio de Janeiro beginnenden Judo-WM wieder die deutschen Platzhirsche für Medaillen sorgen.

Vor allem Schwergewichts-Bulle Tölzer darf in seinem letzten großen Wettkampf vom ersten deutschen WM-Titel nach einem Jahrzehnt träumen.

"Zum Abschluss will ich nach den Erfolgen der letzten Jahre noch einmal eine Medaille, das ist mein erklärtes Ziel", sagte Tölzer, der nach Rio seine lange Laufbahn beendet.

"Ich bin topfit und verletzungsfrei - das hatte ich lange nicht mehr." Bei den letzten Weltmeisterschaften 2010 in Tokio und 2011 in Paris holte der 33-Jährige mit Silber jeweils die einzige Medaille für den Deutschen Judo-Bund (DJB).

Beide Male verhinderte der französische Superstar Teddy Riner das erste Gold für einen deutschen Judoka seit Florian Wanner 2003 in Osaka.

Der Rekordweltmeister und Olympiasieger ist auch am Zuckerhut Topfavorit, obwohl nach einer Schulterverletzung im Sommer ein Fragezeichen hinter Riners Fitness steht.

Thiele träumt von Medaille

Nach sechsmonatiger Zwangspause hat es Kerstin Thiele noch ins WM-Team geschafft.

"Ich bin erst mal froh, dabei zu sein", sagte die Überraschungs-Zweite der Spiele von London, die nun eine Klasse schwerer antritt (bis 78 statt 70 kg) und auch deshalb nicht unbedingt zu den Favoritinnen zählt.

"In der neuen Gewichtsklasse muss ich mich noch etablieren. Aber ich bin bereit. Und von einer Medaille träume ich."

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