© imago

Hockey-Bundestrainer Markus Weise hat vor der WM-Generalprobe in Düsseldorf (15. bis 18. Mai) mit Blick auf die Verletzungsproblematik im deutschen Nationalteam Hoffnung und Zweifel geschürt.

Mit Blick auf die Stirnbeinverletzung von Welthockeyspieler Tobias Hauke sagte er:

"Die OP ist sehr erfolgreich verlaufen. Die hatten im Krankenhaus offensichtlich genügend Platten, um alles einzusetzen. Er kann ab Montag voll trainieren. So wie es aussieht, wird er die WM spielen."

Bei Moritz Fürste, Haukes direktem Vorgänger als weltbestem Hockeyspieler, sieht es nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss dagegen schlechter aus. Weise:

"Bei Mo ist es schwierig. Er sieht gut aus, hat aber leider keine Wettkampfkondition. Woher auch? Er muss selbst sagen: 'Ich kann spielen.' Und dann muss ich noch was dazu sagen." Die Entscheidung über Fürstes Nominierung werde erst kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in Den Haag (31. Mai bis 15. Juni) fallen.

In Düsseldorf fehlen Hauke und Fürste. Mit dabei ist neben Oliver Korn (nach Blinddarmdurchbruch) auch Christopher Zeller, der im Jura-Examen steckte. Über Zeller sagt Weise: "Er schießt nach wie vor die besten Strafecken, ist immer noch superschnell. Düsseldorf ist noch keine WM-Nominierung, aber er hat gute Karten."

Gegner beim Vierländer-Turnier auf der Anlage des Düsseldorfer HC sind Vize-Europameister Belgien (15. Mai/18.45 Uhr), der WM- und Olympia-Vierte England (17. Mai/15.30 Uhr) sowie WM-Gastgeber und Dauerrivale Niederlande (18. Mai/15 Uhr).

Seinen endgültigen Kader will der Bundestrainer erst mit Ablauf der Deadline 18 Stunden vor Beginn der WM (LIVE im TV auf SPORT1) benennen. Nach dem Turnier in Düsseldorf wird das Team "vor Ort gegen Australien und Neuseeland testen", kündigte Weise an.

Harte Entscheidungen stehen an für den Erfolgscoach, der das DHB-Team 2008 und 2012 zu Olympiagold geführt hatte: "Ich darf nicht nach Prinzip Hoffnung nominieren."

Hier gibt es alles zum Hockey

Weiterlesen